Zum Thema Schießwesen.

 „ Das jagdliche Schießen auf den Schießstätten dient der Übung und Förderung in der Fertigkeit beim Umgang mit den Waffen, die bei der Jagdausübung geführt werden. Die ethisch und gesetzlich verankerten Grundsätze des Tierschutzes und der Waidgerechtigkeit fordern von jedem Jäger, das Wild so zu erlegen, dass ihm vermeidbare Schmerzen und Leiden erspart bleiben. Daneben sind bei der Jagdausübung die Erfordernisse der öffentlichen Sicherheit zu beachten, damit bei der Handhabung der Waffen niemand gefährdet wird. Eine regelmäßige Teilnahme am jagdlichen Schießen soll dazu führen, dass jeder Jäger diesen Forderungen in steigendem Maße entsprechen kann.“

Soweit ein Auszug aus der gültigen Fassung der Schießstandordnung und Schießvorschrift des deutschen Jagdschutzverbandes e.V.

Um als verantwortungsvolle Jägerinnen und Jäger diesen Forderungen gerecht zu werden, wollen wir gemeinsam mit euch die Voraussetzungen dafür schaffen. Gemeinsam deshalb, weil bei aller Beachtung der zahlreichen Vorschriften eines nicht auf der Strecke bleiben darf. Nämlich die Freude und der Spaß am jagdlichen Schießen. Beides bildet unseres Erachtens nach eine von mehreren Grundvoraussetzung zur stetigen Verbesserung unserer Schießfertigkeiten. Ein von allen  erarbeitetes Programm garantiert überdies auch die nötige Identifizierung mit selbigem, und sorgt für die nötige Motivation und ggf. auch Kondition.

Als von euch gewählte Beauftragte für das Schießwesen haben sich der H.-J. Staak und ich vorab schon mal einige Gedanken gemacht, von denen wir hoffen, dass sie auf eure Zustimmung treffen, und in denen Ihr euch vielleicht wiederfindet. Dabei haben wir eine gedankliche Grenze zwischen den Richtlinien des deutschen Jagdverbandes und den Vorhaben gezogen, von denen wir glauben dass sie ebenfalls zur Verfeinerung unserer Schießfertigkeiten führen. Ziel soll es sein sich auf beiden Seiten dieser Grenze sicher und mit Spaß an der Sache zu bewegen.

Zum Schießen  nach der Schießstandordnung und Schießvorschrift des deutschen Jagdverbandes e.V.:

Damit wir uns im jagdlichen Vergleichsschießen mit anderen Jagdgruppen auf Verbandsebene messen können, müssen wir die Vorschriften des DJV beachten. Diese regeln unter anderem das Verhalten auf den Schießständen, und sorgen durch klare Definitionen für Chancengleichheit bei Wettbewerben. Was die Wettbewerbe angeht, so ist es ein ziemlich reizvoller Gedanke bei einer der kommenden Bezirks,- oder Landesmeisterschaften mit einer eigenen Mannschaft an den Start zu gehen. Wann dies der Fall sein wird, liegt natürlich am Engagement unserer Mitglieder. Der Erwerb einer DJV-Schießleistungsnadel in den vier Stufen Bronze, Silber, Gold und Sonderstufe Gold (I, II , III) ist ebenfalls ein erstrebenswertes Ziel, dass sowohl im kombinierten Büchsen- / Flintenschießen, wie auch im Kurzwaffenschießen erreicht werden kann.

In beiden Fällen bildet regelmäßiges Training im Leistungsschießen die Grundlage für ein erfolgreiches Abschneiden. In welchem Turnus wir dieses stattfinden lassen wollen wäre eine der Fragen die es zu klären gilt. Sollte die Idee der „Schwarzwild-Taskforce“ in die Realität umgesetzt werden, sollten wir dem potenziellen Jagdherren verantwortungsvolle Schützen präsentieren, die ihre Schießfertigkeiten durch regelmäßige Schießnachweise in der jeweiligen Jagdart belegen können. Dies zeugt von einer gewissen Sorgfalt und Ernsthaftigkeit bei diesem Vorhaben, und gibt dem Gegenüber ein beruhigendes Gefühl.

Das Schießen auf bewegte Ziele wollen wir vorerst weiterhin in der RSA Garlstorf jeden ersten Donnerstag im Monat beibehalten.

Zum Schießen ausserhalb der DJV-Richtlinien:

Die jagdliche Praxis stellt uns immer wieder vor zahlreiche Situationen die es mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu meistern gilt. Um auch in diesen Situationen eine sichere Kugel antragen zu können bedarf es der Übung verschiedener Schießtechniken, die in den klassischen Disziplinen des DJV nicht vorkommen. Wir sind frei in der Wahl der Hilfsmittel, Schießpositionen und Anschlagarten. Vom klassischen Zweibein für weite Distanzen, über verschiedene Bauweisen von Schießstöcken und Auflagen, bis hin zur Benutzung des Gewehrriemens als Stabilisierunghilfe wollen wir den Schuss im liegen, sitzen, kniend oder stehend auf verschiedene Entfernungen trainieren. Dies hilft  uns das richtige Maß für Weite und die entsprechend geeignete Position und Anschlagsart zu erfahren. Zu diesem Zweck wollen wir uns mehrmals im Jahr auf die ehemalige Standortschießanlage in Hohenhorn begeben, auf der wir praxisrelevante Jagdsituationen simulieren wollen, wie sie uns etwa beim Pirschen oder der Reizjagd unterkommen könnten.

Ob nun nach DJV-Richtlinien oder darüber hinaus, wir würden uns freuen möglichst viele Mitglieder der Jagdgruppe Feldeck beim regelmäßigen Schießtraining begrüßen zu können. Eine Gelegenheit bei der wir uns untereinander besser kennenlernen können. Wir hoffen euch einige wenige Anregungen gegeben zu haben, und bitten euch uns eure Vorstellungen vom Schießwesen mitzuteilen um sie in unser gemeinsames Programm einflechten zu können.

Schließen möchten wir diese Mail an euch mit waidmännischen Grüßen, und einem weiteren Zitat aus der DJV-Schießordnung.

„Das regelmäßige Übungsschießen ist für jeden Jäger eine moralische Verpflichtung gegenüber dem Wild. Tierschutzgerechtes Jagen kann nur durch einen handwerklich perfekten Gebrauch von Flinte und Büchse erreicht werden. Ziel muss es sein, dass möglichst viele Jägerinnen und Jäger an Übungsschießen teilnehmen, um im Sinne einer waidgerechten Jagdausübung vor Aufgang der Jagd den Umgang mit der Waffe zu vervollkommnen.“

H.-J. Staak & Marcel Wreczycki

 

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